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verlagsheft2018

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Der verrückte Nachbar oder Das Wolfsmädchen von Mijuna (Artikelnummer: ISBN 978 3-946219-22-4)

Zugriffe: 1301 | Wertung:

Texte der Schulschreiberkinder der Salzmannschule Magdeburg für den Friedrich-Bödecker-Kreis in Sachsen-Anhalt e.V.

Liebe Autorinnen und Autoren der 6. und 7. Klassen des Schulschreiberjahrganges 2017 an der Salzmannschule in Magdeburg! Natürlich habe ich versucht, euch in den (für mich gefühlt ein wenig knapp bemessenen) gemeinsamen Stunden etwas beizubringen. Ich weiß nun nicht, was davon bei euch in der kurzen Zeit unseres gemeinsamen Weges tatsächlich hängen geblieben ist, sehr genau weiß ich aber, was ihr mir beigebracht habt. Dazu nur so viel – es scheint mir ein Irrtum zu sein, zu glauben, es wäre in einem solchen Projekt allein der Schriftsteller, der Wissen vermittelt. Ich jedenfalls habe, solange ich mit Kindern und Jugendlichen arbeite, eine Menge aus dieser Arbeit lernen können. So viel immerhin, dass ich sagen kann: Es hat mich und mein Scheiben tatsächlich beeinflusst. Ein Schriftsteller taugt (zuweilen) ohne das Kind in sich nicht allzu viel. Erst wenn er es schafft, dieses Kind in sich zu erwecken und es kreative Dinge tun zu lassen, dann ist er auf dem besten Weg zu Authentizität, Witz und Frechheit, zu Wichtigkeiten also, die der Leser für gewöhnlich an Literatur sehr schätzt. In euren Texten habe ich viel von all dem gefunden, und ich gebe zu, dass ich manchmal sehr erstaunt darüber war, was ihr so alles zu verkünden hattet. Und scheinbar habt ihr dies dann stets auch ganz locker aus dem Ärmel geschüttelt, trotz aller Turbulenz und Lautstärke, die oft genug mitten in der Schulstunde herrschte! Beachtlich, dachte ich dann meist hinterher, wirklich sehr beachtlich. Nicht alle Texte sind dann auch gut geworden, manche brechen irgendwann (beispielsweise) einfach ab – aber alles andere wäre auch zu viel verlangt in einem Projekt, in dem es vor allem darum ging, sich in einem geschützten Rahmen ausprobieren zu können. Wichtig war vor allem der Weg. Schreiben ist ja weit mehr als nur der mechanische Vorgang selbst, es geht dabei immer irgendwie um alles. Schreiben ist auch etwas, das mit Fleiß eingeübt werden muss, und soviel ist mal klar: Manche benötigen ein ganzes Leben dafür, wirklich gut darin zu werden. Man sollte, um dahin zu kommen, natürlich sehr gern und sehr viel lesen, man sollte vom Leben viel mehr wissen wollen als nur das, was einen selbst unmittelbar betrifft – und man sollte am Ende dann auch wirklich etwas mehr mitzuteilen haben als nur das, was alle Welt ohnehin schon zu sagen hat. Oder man sollte es, wenn nicht, wenigstens sehr viel origineller tun. Dazu muss man, ganz platt gesagt, erst einmal über sich und die Welt nachdenken. Wobei der Schreibende selbst dabei gern auch im Mittelpunkt stehen kann. Was ihr der Welt und mir zu sagen hattet, kann man nun in diesem Büchlein nachlesen, und was ich dazu zu sagen hatte, das habe ich euch selbst schon gesagt. Was bleibt mir nun viel mehr, als euch viel Glück zu wünschen? Es war auf jeden Fall sehr interessant und kurzweilig für mich, dieses sehr knappe Stück Weg mit euch zu gehen.

Dirk Bierbaß

Textauszug:

Das Thema Wolf entspann sich ganz spontan aus dem Versuch, als Team gemeinsam eine Geschichte zu entwickeln. Im Handumdrehen war ein Thema gefunden, das fast alle irgendwie inspirierte und in den Bann zog. Ich selbst brauchte dabei nichts weiter zu tun, als die Ideenfindung ein wenig zu steuern. Großartig!

Wolfsmädchen

Niklas Kersten, 7. Klasse

Es war einmal ein Wolfsmädchen, das in einer kleinen Wolfsstadt wohnte. Es war aus der Stadt verbannt worden und musste seine Unschuld beweisen, um zurückkehren zu können. Und es hatte noch immer keinen Namen. Es war schon sehr spät am Abend, und es musste sich im Wald einen Unterschlupf suchen. Es ging in eine Höhle, und dort rief jemand: „Hallo, wer ist da? Hallo, ich bin eine Fledermaus und heiße Nuss. Und wie heißt du?“ „Ich? Ich habe keinen Namen.“ „Nein? Gut, dann gebe ich dir einen. Warte, ich überlege. Wie wäre es mit Bäckchen?“ „Ja, das ist ein schöner Name.“ Und das Mädel stürzte sich fortan in allerhand Abenteuer, nur um anderen zu helfen und dem Rudel zu beweisen, was es so drauf hatte. So rettete sie auch einen Jungen, der in einem Mobbingkreis gefangen war, und genau das hat der Boss des Rudels beobachtet – und am nächsten Tag wurde Bäckchen wieder vom Rudel aufgenommen. Und alles war wieder gut – sie wird heute noch dafür gefeiert. Und das ist das Ende der Geschichte.

Das Wolfsmädchen

Isabell Kirchner, 6. Klasse

Es war einmal ein Wolfsmädchen, das in eine Stadt zog, die Mijuna hieß. Sie ging dort in eine Schule und kam in eine nicht so gute Klasse. Dort stellte sie sich vor. Alle lachten, aber das machte ihr nichts aus. „Ich bin neun Jahre alt“, sagte sie, „und musste aus meiner alten Stadt weg, weil da Krieg war und viele Menschen gestorben sind. Und meine Familie möchte nicht sterben. Deswegen sind wir nach Mijuna gekommen, und jetzt leben wir erst mal hier. Wir können nicht mehr dorthin zurück. Meine Eltern wollten einfach mit mir weg von dort … und jetzt sind wir hier.“

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